Stärken im Unternehmen nachhaltig einsetzen

Wenn sie Kinder haben, dann wird eine Überschrift „Was Kinder stark macht“ sie vermutlich sehr interessieren, erst recht, wenn sie sozusagen noch „Neuling“ sind, sprich die Kinder klein sind und sie erst noch Erfahrungswerte sammeln müssen. Erinnern sie sich doch bitte einmal zurück an Ihre eigenen Schulzeit. Hatte sie da eigentlich nur Lehrer, die sie mit der inneren Haltung „Was meine Schüler stark macht“ unterrichtet haben? Vielleicht den ein oder anderen, der ihnen dann als Ihr Lieblingslehrer auf ewig in Erinnerung bleibt. Und als sie dann ihre erste Arbeitsstelle angetreten haben, wurden sie da vor allem zu einem bestimmten Zweck eingestellt, nämlich das zu können, als Fachkompetenz zu haben, für die Arbeit, die zu tun sie auserwählt wurden.

Ein doppelter Segen,- oder etwas technischer „Gewinn“, wenn es noch immer so ist. Sie können ihre Stärken voll entfalten und das Unternehmen hat einen starken Mitarbeiter. Jeden Tag aufs Neue. Jahr für Jahr. Ist das so?

Haben Sie jeden Tag die Möglichkeit, aus Ihren Stärken heraus zu arbeiten?

Können Sie diese Frage für sich positiv beantworten? Lassen sie den Blick auch einmal auf ihre anderen Kollegen oder Mitarbeiter schweifen. Wieviel von denen haben täglich die Gelegenheit, in ihrem Stärkenmodus zu arbeiten?

In dem jährlich von Gallup weltweit durchgeführten Engagement Index sagen in Deutschland 15% der Befragten, dass Sie eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen haben. Das große Mittelfeld von 70% macht Arbeit im Durchschnitt und sogar 15% haben keine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen oder befinden sich sogar im Zustand der inneren Kündigung.

Ich gratuliere Ihnen, wenn sie sich im oberen Feld wiederfinden und das auch für ihr ganzes Unternehmen gilt. So soll es ja auch sein. Das beste Mittel, um emotional hoch gebundene Mitarbeiter zu haben, ist eine konsequent stärkenorientierte Personalentwicklung. Denn Menschen, die in ihrer Stärkenzone arbeiten können, sind im Schnitt produktiver, kreativer, engagierter, gesünder und positiv gestimmt.

In der Regel begnügen sich Unternehmen leider nur zu oft damit, Mitarbeiter aus dem Kompetenzbereich zu entwickeln. Dann packt man da noch ein paar Soft-Skills mit hinein. Als ob dies alles trainierbare Fähigkeiten wären.

Kompetenzmanagement plus Talentmanagement

Erweitern Sie doch einfach die Basis und damit die Wirksamkeit um den Bereich der Talente-Themen. Das sind die Verhaltensvorlieben, Verhaltensweisen und auch Verhaltensmuster, die sie im Verlauf Ihres Lebens herausgebildet haben und die nun neuronal so verankert sind, dass sie spontan darauf zurückgreifen,- egal ob beruflich oder privat und auch egal, um welche Aufgaben es sich handelt. Weil es ihre ganz spezifische, individuelle Art und Weise ist, wie sie ihre Ziele erfolgreich erreichen.

Der StrengthsFinder 2.0 bringt Ihre Talente ins Licht

Das große und renommierte Sozial- und Meinungsforschungsinstitut Gallup hat, basierend auf über 40-jähriger Forschung hierzu den wissenschaftlich fundierten und online basierten Check Strengthsfinder 2.0 entwickelt, der 34 Talente-Themen benennt und in ihrer ganz persönlichen Reihenfolge abbildet.

Die Ergebnisse sind so überzeugend und oftmals sogar eine solche Offenbarung, dass schon mancher Teilnehmer im Coaching Tränen der Erleichterung erlebt hat. Gerade bei Menschen, die zum ersten Mal mit Persönlichkeitsprofilen arbeiten dürfen.

„Alleswisser“, die schon vorher und sowieso immer alles besser wissen, bleiben davon unberührt.  Was kann es denn schöneres für einen Berater geben, als „beratungsresistente Alphatiere“ herauszufordern?

Personalentwicklung auf der Grundlage eines Stärkenmanagements erweitert das gesamte Feld, dass echten Stärken zugrunde liegt um eine breitere, sprich tragfähigere Basis.

In meinen Coachings und Seminaren benutze ich oft den Begriff der „einfachen Wahrheiten“. Eine solche ist zum Beispiel: „Wenn das Beste in mir angesprochen wird, dann antwortet auch das Beste in mir.“ Von dieser Einsicht ist es nur noch ein kleiner Schritt, um zu verstehen, dass genauso gilt: „Wenn das Beste im anderen angesprochen wird, dann antwortet auch das Beste in ihm.“

Nur wer seine eigene innere Struktur kennt und wertschätzt, kann diese Haltung vorbildlich für sich und andere leben. Und wenn viele, vielleicht sogar alle Mitarbeiter im Team, im Unternehmen von dieser Haltung durchdrungen sind, dann, ja dann…. Kosten Sie ihre Gedanken und Gefühle für einen Moment.

Stärkenmanagement im Unternehmen braucht Vorbilder. Selbstverständlich gilt auch hier, dass, je höher ein Vorbild in der Hierarchie steht, desto wirksamer das Ganze.

Und natürlich umgekehrt! Wenn der Chef, die Führungskraft meint, die anderen hätten‘s mal nötig, dann ist das alles natürlich kontraproduktiv.

Wer kein Vertrauen in seine eigenen Stärken hat, der hat auch kein Vertrauen ins Leben. Jeder erste Lernschritt beginnt mit dem Entdecken. Entdecken der eigenen Stärken und derjenigen der anderen ist ein Erfolgsfaktor, den sie aktivieren können,- oder auch nicht. Ich kann ihnen dazu wunderbare Erfolgsgeschichten erzählen.